Tor Statuten / Deutsch Text

Statuten

Approbation durch die Generalversammlung
Oktober 1985
Erste Revision: Mai 1989
Zweite Revision: Juni 1997
Dritte Revision: Mai 2009



Sekretariat IFC-TOR

Kapitel


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Kapitel I  
Kapitel II  
Kapitel III  
Kapitel IV  
Kapitel V  
Kapitel VI  
| Vortwort
| Allgemeines
| Generalversammlung
| Der Rat
| Das Sekretariat
| Ökonomie
| Allgemeine
| Angelegenheiten




Internationale Konferenz der Institute und Klausurklöster der Brüder und Schwestern des Regulierten Dritten Ordens des Heiligen Franziskus


(vgl. B Reg 6,7-8;
I Thess 2,7
RegTOR 7,23)






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| VORWORT

Die Internationale Konferenz der Institute und Klausurklöster von Brüdern und Schwestern des Regulierten Dritten Ordens des hl. Franziskus wurde im Geist des Zweiten Vatikanische Konzils ins Leben gerufen, das alle Ordensfamilien auffordert, sich zu erneuern und sich durch Hinwendung zu den Ursprüngen ihre Gründung auf den Geist des Anfangs zu besinnen (P.C.2).

Überall in der Welt haben Mitglieder der zahlreichen Institute und Klausurklöster des Regulierten Dritten Ordens die Notwendigkeit erkannt, die Regel zu erneuern, um besser auf die Bedürfnisse unserer Zeit antworten zu können. Hauptquelle für diese Aufgabe waren für sie Schriften des hl. Franziskus.

Vertreterinnen mehrerer weiblicher Institute und Klöster des Regulierten Dritten Ordens des hl. Franziskus trafen sich 1976 in Assisi, um die in verschiedenen Ländern bereits vorbereiteten Regelpläne aufeinander abzustimmen. Diese Initiative wurde 1979 mit noch zahlreicherer Beteiligung wieder aufgegriffen. Man gewann hier die Mitarbeit der männlichen Institute. Bei diesem Treffen wurde das Internationale Franziskanische Büro (IFB) gegründet.

Seitdem weitete sich die Bewegung aus. In Rom fand im März 1982 eine Generalversammlung von ungefähr 200 obersten Leitern(innen) von Instituten und Klausurklöstern des Regulierten Dritten Ordens statt. Das Projekt einer Neufassung der Regel wurde dort fast einstimmig angenommen.

Diese Regel wurde dem Heiligen Vater Iohannes Paul II. vorgelegt, von ihm gebilligt und durch das Breve (Franciscanum vitae propositum) vom 8. Dezember 1982 in Kraft gesetzt.

Um die durch das Regelprojekt entstandene Zusammenarbeit wirksam fortzusetzen, äußerten die bei der Generalversammlung von 1982 anwesenden Mitglieder den Wunsch, zu diesem Zweck eine ständige Vereinigung zu schaffen, eine internationale Konferenz,. die auch damit beauftragt werden sollte, die Institute und Klausurklöster des Regulierten Dritten Ordens des hl. Franziskus in der Kirche, in der franziskanischen Familie und der Welt zu vertreten.

Die Internationale Franziskanische Konferenz - TOR (IFK-TOR) ist kanonisch erricht und wurde am 6. Mai 1989 (Prot. Sp.R.648/86) von der Kongregation für die Institute des Geweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens (CICLSAL) anerkannt.

Die vorliegenden Statuten regeln die Arbeitsweise der Internationalen Franziskanischen Konferenz.

 


 

STATUTEN


Kapitel I
| Allgemeines

1. Name

Der Name dieser Organisation lautet: Die Internationale Konferenz der Institute und Klausurklöster der Brüder und Schwestern des Regulierten Dritten Ordens des hl. Franziskus (bekannt als Internationale Franziskanische Konferenz = IFK-TOR).


2. Sitz

Die IFK-TOR hat ihren Sitz in Rom.


3. Errichtung

Die IFK-TOR wurde auf der konstituierenden Versammlung vom 19.bis 26. Oktober 1985 in Assisi durch Repräsentanten aus 135 Instituten und Klausurklöstern des Regulierten Dritten Ordens gegründet.


4. Mitglieder der Konferenz

4.1. Ordentliche Mitglieder
Jedes franziskanische Institut oder Klausurkloster von Brüdern und Schwestern, päpstlichen oder diözesanen Rechtes, das die Regel des Regulierten Dritten Ordens des hl. Franziskus befolgt, kann ordentliches Mitglied der IFK-TOR sein. Der/die General Minister sendet eine formale schriftliche Bitte.

Die Kündigung der Mitgliedschaft eines Institutes oder eines Klausurklosters geschieht durch ein Schreiben des/der höheren General Minister. Das zieht zugleich den Verlust der aktiven und passiven Stimme nach sich.

4.2. Assoziierte Mitglieder
Jede vom Rat zugelassene franziskanische Ordensgemeinschaft kann entsprechend Artikel 9.2.14 assoziiertes Mitglied der IFK-TOR sein.


5. Ziele

Die IFK-TOR hat sich als Ziele gesetzt:

5.1. Eine echte Communio weltweit unter den Instituten und Klausurklöstern des Regulierten Dritten Ordens zu fördern, die franziskanisches Leben und franziskanische Spiritualität, in Übereinstimmung mit Geist und Inhalt dieser Regel und ihren auf dem Evangelium basierenden Grundwerten und im Einklang mit den Lehren der Kirche, zu fördern vermag;

5.2. unter den Instituten und Klausurklöstern Solidarität zu wecken und zu erhalten durch folgende Mittel:

5.2.1. gegenseitige Hilfe im geistlichen und materiellen Bereich,

5.2.2. apostolische Zusammenarbeit,

5.2.3. wechselseitige Information und Kommunikation,

5.2.4. Hilfe auf dem Gebiet der Bildung,

5.2.5. besondere Rücksicht gegenüber den zahlenmäßig kleineren oder isoliert lebenden Instituten und Klausurklöstern,

5.2.6. Schaffung und Unterstützung regionaler oder nationaler franziskanischer Vereinigungen in solchen Situationen, in denen eine oder mehrere der genannten Hilfen gewünscht werden;

5.3. mit dem Ersten und Zweiten Orden und mit dem Säkularen Dritten Orden zusammenzuarbeiten;

5.4. die Forschung über franziskanische Spiritualität und Geschichte zu fördern und zu verbreiten;

5.5. die Institute und Klausurklöster, die Mitglieder dieser IFK-TOR sind, in der Kirche, in der franziskanischen Familie und in der Welt zu repräsentieren;

5.6 Bemühungen zum Schutz der allgemeinen Menschenrechte gemäß dem Evangelium zu unterstützen oder einzuleiten und im besonderen darüber zu wachen, daß die Achtung vor dem Leben, vor Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden und vor der Umwelt gewahrt wird.

5.7 Jahresbeitrag
Um die oben genannten Ziele zu erreichen, wird um einen freiwilligen Jahresbeitrag gebeten, dessen Summe von der Versammlung festgelegt wird (vgl. 8.2.6).


6. Beachtung der Selbständigkeit der Institute und Klausurklöster

Die IKF-TOR verpflichtet sich, die Selbständigkeit jedes Institutes und jedes Klausurklosters und die Unabhängigkeit jeder Vereinigung franziskanischer Institute zu respektieren und zu garantieren.


7. Aufbau der Konferenz

Die IKF-TOR verwirklicht ihre Ziele mit Hilfe folgender Strukturen:

  • Generalversammlung
  • Rat
  • Sekretariat
  • Ökonomie


Kapitel II
| Generalversammlung

8.1. Zusammensetzung

Die Generalversammlung setzt sich zusammen

8.1.1. aus rechtmäßigen (ex officio) Mitgliedern:

a) Den/die General Minister aller Institute und Klausurklöster des Regulierten Dritten Ordens, die sich bereit erklärt haben, an der IFK-TOR teilzunehmen, oder ihren (ihre) durch schriftliche Vollmacht, ordnungsgemäß beauftragte(n) Delegierte(n) (vgl. 4.1) und

b) den Mitgliedern des Rates.

Nur die oben genannten Mitglieder sind Mitglieder von Rechts wegen. Diese an der Generalversammlung teilnehmenden Mitglieder haben Stimmrecht, wie im Kan. 167 erläutert wird.

Die Mitglieder des Rates behalten ihr Stimmrecht bis zum Abschluß der Generalversammlung, wenn ihre ordnungsgemäß gewählten Nachfolger(innen) ihr Amt antreten (vgl. 9.1).


8.1.2. aus geladenen Mitgliedern:

Diese sind der IKF-TOR assoziierte Mitglieder, wie in 4.2 definiert, oder andere Teilnehmer, wie in 8.3.9 definiert. Diese Mitglieder haben kein Stimmrecht.


8.2. Kompetenzen

Die Generalversammlung ist das Entscheidungs- und Gesetzgebungsorgan der IKF-TOR.

Die Generalversammlung

8.2.1. gibt Richtlinien, um die Ziele der IKF-TOR zu verwirklichen (vgl. 5),

8.2.2 schlägt die Gründung von Kommissionen vor, um besondere Aufgaben durchzuführen,

8.2.3. formuliert und billigt Resolutionen allgemeinen Interesses,

8.2.4 wählt den (die) Präsident(en) und fünf Generalobere/in zu Mitgliedern des Rates. Diese Mitglieder sollen gebührend die verschiedenen Zweige der Familie des Regulierten Dritten Ordens des hl. Franziskus und die einzelnen Weltteile vertreten;

8.2.5 nimmt die Berichte des Rates, des Sekretariates und der Kommissionen entgegen und kann die für notwendig erachteten Anmerkungen oder Empfehlungen zum Ausdruck bringen;

8.2.6 prüft und entscheidet über die Rechnungen und Budgets der IKF-TOR; bestimmt den — je nach Mitgliederzahl — von den Instituten und Klausurklöstern zu entrichtenden jährlichen Gebühr; weist den Rat auf entsprechende Bedingungen für eine Erhöhung des Jahresbeitrages hin;

8.2.7 kann die Statuten ändern. Dazu ist die qualifizierte Mehrheit (2/3) gefordert (vgl. 13);

8.2.8 kann die Organisation auflösen. Auch hier wird die qualifizierte Mehrheit (2/3) gefordert (vgl. 13).

8.2.9 kann unter folgenden Bedingungen eine außerordentliche Generalversammlung einberufen:

a) Wenn ein Drittel der an der Generalversammlung teilnehmenden Mitglieder eine außerordentliche Generalversammlung wünscht, muß die Versammlung darüber unmittelbar abstimmen. Dieses Votum erfordert die qualifizierte Mehrheit (2/3), um über die Abhaltung dieser außerordentlichen Generalversammlung zu entscheiden.

b) Alternativ kann sich die Generalversammlung selbst vertagen für eine Zeit, die kürzer sein muß als der zwischen den ordentlichen Generalversammlungen vorgesehene Zeitabschnitt.

c) Außerhalb der üblichen Termine kann ein Drittel der Institute und Klausurklöster eine außerordentliche Generalversammlung erbitten.


8.3. Arbeitsmethode

8.3.1 Die Generalversammlung tritt alle vier Jahre zusammen.

8.3.2 Der (die) Präsident(in) beruft die Generalversammlung ein und leitet sie bis zur Wahl des (der) neuen Präsident(en) (vgl. Kan. 166).

8.3.3 Der (die) bisherige Präsident(en) leitet und verkündet die Wahl des (der) neuen Präsident(in), außer wenn er (sie) wiedergewählt wird. In diesem Fall verkündet der (die) bisherige Vizepräsident(in) die Wahl. Der (die) neue Präsident(in) leitet und verkündet die folgenden Wahlen.

8.3.4 Bei der Wahl des (der) Präsident(en)(in) wird in den beiden ersten Abstimmungen die qualifizierte Mehrheit (2/3) gefordert. Im dritten Wahlgang ist die absolute Mehrheit erforderlich. Falls ein vierter Wahlgang notwendig ist, soll sich die Wahl auf die beiden Kandidat(en)(innen) mit der größten Stimmenzahl beschränken oder, wenn es mehrere sind, auf die zwei ältesten. Bei Stimmengleichheit nach dieser vierten Abstimmung gilt der (die) ältere Kandidat(in) als gewählt (vgl. Kan. 119,1).

8.3.5 Bei den übrigen Wahlen ist die absolute Mehrheit erforderlich. Nach zwei ergebnislosen Wahlgängen beschränkt sich die Abstimmung auf die zwei Kandidat(en)(innen) mit der größten Stimmenzahl oder, falls es mehrere sind, auf die zwei ältesten. Wenn nach dem dritten Wahlgang Stimmengleichheit besteht, gilt der (die) ältere als gewählt (vgl. Kan. 119,1).

8.3.6 Bei der Abstimmung über einen Beschluß wird die absolute Mehrheit verlangt. Wenn nach zwei Abstimmungen Stimmengleichheit herrscht, kann der (die) Präsident(in) durch sein (ihr) Votum die Gleichheit aufheben (vgl. Kan. 119,2).

8.3.7 Die Protokolle werden unter Verantwortung des (der) Generalsekretär(s)(in) geführt; sie werden vom (von der) Präsident(en)(in) und vom (von der) Generalsekretär(in) unterschrieben.

8.3.8 Die Generalversammlung billigt in ihrer Eröffnungssitzung die Versammlungsordnung.

8.3.9. Mit vorausgehender Genehmigung oder auf Einladung des Rates können andere Personen an der Generalversammlung teilnehmen.



Kapitel III
| Der Rat

9.1. Zusammensetzung

9.1.1 Der Rat setzt sich aus sechs Mitgliedern zusammen:

dem (der) Präsident(en)(in)
und fünf Räten (Rätinnen), die im Augenblick der Wahl notwendigerweise General Minister sind.

9.1.2 Die ordentlichen Mitglieder können der Generalversammlung ihre Kandidaten(innen) direkt und/oder durch die nationalen Vereinigungen vorschlagen, gemäß der vom Rat approbierten Vorgehensweise.


9.2. Kompetenzen

9.2.1 Der Rat ist das aktive Organ der IFK-TOR. Er führt die Verfügungen und Beschlüsse der Generalversammlung aus und ist der Generalversammlung verantwortlich.

9.2.2 Der(die) Präsident(in), der (die) Vizepräsident(in) und der (die) Generalsekretär(in) bilden das koordinierende Organ des Rates.

Sie führen die Resolutionen und Orientierungen des Rates durch und erledigen die laufenden Geschäfte.

9.2.3 Unter Beachtung der Statuten und der von der Generalversammlung gegebenen Orientierungen kann der Rat selbst ein Programm aufstellen und seine Arbeitsweise festlegen.

9.2.4 Der Rat ist ein Organ der Mitverantwortung. Der(die) Präsident(in) ist im besonderen beauftragt, diese Mitverantwortung zu bewahren und zu fördern. Der (die) Präsident(in) ist in erster Linie der IFK-TOR und ganz besonders der Generalversammlung verantwortlich.

9.2.5 Der Rat bestimmt Datum und Tagesordnung der Generalversammlung und hat die Aufgabe, die Generalversammlung vorzubereiten.

9.2.6 Der(die) Präsident(in) des Rates leitet die Generalversammlung.

9.2.7 Der Rat ist verpflichtet, der Generalversammlung über seine eigene Arbeit, jene des Sekretariates, der Ökonomie und der Kommissionen ausführliche Berichte für den Zeitraum seit der letzten Generalversammlung vorzulegen. (vgl. 8.2.5.)

9.2.8 Der Rat kann dem Sekretariat und der Ökonomie Direktiven geben. Er kann auch den Kommissionen von der Generalversammlung vorgeschlagene Aufgaben übertragen.

9.2.9 Der Rat kann ferner die Einsetzung von Kommissionen genehmigen.

9.2.10 Normalerweise repräsentiert der(die) Präsident(in) die IFK-TOR der Institute und Klausurklöster des Regulierten Dritten Ordens bei Anlässen und Situationen, die dies erforderlich machen. Im Verhinderungsfall wird er(sie) von dem(der) Vizepräsident(en)(innen) oder dem (der) Generalsekretär(in) vertreten. Unter bestimmten Umständen kann der(die) Präsident(in) ein anderes Mitglied des Rates delegieren, um diese Stellvertretung zu garantieren.

9.2.11 Der Rat ernennt den(die) Ökonom(in) und den(die) Generalsekretär(in).


9.2.12 Der Rat ist der Generalversammlung verantwortlich für die Darlegung der finanziellen Situation. Er soll diesen Bericht von dem(der) Ökonom(in) abfassen lassen. Dieser Bericht muß die letzte Vierjahresperiode umfassen.

9.2.13 Der Rat erteilt dem(der) Ökonom(in) bei der Vorlage seines (ihres) jährlichen Finanzberichtes für das ausgelaufene Geschäftsjahr Entlastung.

9.2.14 Der Rat kann als assoziierte Mitglieder neue franziskanische Gruppen zulassen, die offiziell noch nicht als Ordensinstitute anerkannt sind, auf der Grundlage folgender Zulassungskriterien:

a) daß sie die Regel des Regulierten Dritten Ordens des hl. Franziskus beobachten;

b) daß sie wenigstens das Einverständnis des Ortsordinarius erlangt haben;

c) daß sie einen schriftlichen Bericht über ihre Gründung und ihre Tätigkeiten vorlegen, einen Bericht, der von einem höheren Oberen des Ersten Ordens des hl. Franziskus oder einem Institut oder Klausurkloster, das ordentliches Mitglied der IFK-TOR ist, bestätigt wurde.

Der Verantwortliche jeder dieser Gruppen kann an der Generalversammlung teilnehmen. Er hat weder aktive noch passive Stimme (vgl. 8.2.7).

9.4.15. Unter ganz besondern Umständen kann der Rat eine außerordentliche Generalversammlung einberufen. Bei einer solchen Versammlung sollen keine Wahlen stattfinden.

9.2.16. Der Rat ist verantwortlich für die Erhaltung von Archivmaterial.


9.3. Arbeitsmethode

9.3.1 Der Rat trifft sich wenigstens einmal im Jahr und jedesmal, wenn der(die) Präsident(in) oder mindestens vier Mitglieder es für notwendig erachten.

9.3.2 Der(die) Generalsekretär(in) beruft im Namen des (der) Präsident(en)(in) die Mitglieder des Rates zu den Zusammenkünften ein und teilt ihnen die Tagesordnung mit.

9.3.3 Die zur Beschlußfassung erforderliche Anzahl der Mitglieder für die Versammlungen des Rates ist auf vier (2/3) festgelegt.

9.3.4 Der(die) Präsident(in) leitet die Sitzungen des Rates. Wenn er(sie) sein(ihr) Amt nicht ausüben kann, tritt der(die) Vizepräsident(in) an seine(ihre) Stelle.

9.3.5 Gewöhnlich werden die Entscheidungen und Überlegungen des Rates durch Konsens getroffen. Falls dieser Konsens unmöglich ist, muß der(die) Präsident(in) oder jener(jene), der(die) ihn(sie) vertritt, abstimmen lassen. Es ist dann die qualifizierte Mehrheit (2/3) erforderlich.

9.3.6 Die Protokolle der Zusammenkünfte des Rates werden unter Verantwortung des(der) Generalsekretär(s)(in) geführt und nach Billigung durch den Rat von dem(der) Präsident(en)(in) unterzeichnet. Informationen werden an alle Institute und Klausurklöster der IFK-TOR und an die nationalen franziskanischen Vereinigungen gesandt.

9.3.7 Der(die) Präsident(in) oder der(die) Generalsekretär(in), in Übereinstimmung mit dem(der) Präsident(en)(in) können, nach Billigung oder auf Verlangen des Rates, zu den Treffen des Rates Beobachter einladen.

9.3.8 Der(die) Generalsekretär(in) einer franziskanischen Vereinigung oder ein Experte können an den Sitzungen des Rates als Beobachter teilnehmen, falls ein schriftliches an den Rat gerichtetes Ersuchen vorliegt und dieser zugestimmt hat.

9.3.9 Der Rat kann sich das Recht vorbehalten, in geschlossener Sitzung zu tagen.


9.4. Verfahren bei Wahlen und Ernennungen

9.4.1 Die Generalversammlung wählt an erster Stelle den(die) Präsident(en)(in) der/die in Rom oder in der Nähe von Rom wohnen

9.4.2 Sobald der(die) Präsident(in) gewählt und bekanntgegeben ist (vgl. 9.4.1), leitet und verkündet er(sie) alle weiteren Wahlen.

9.4.3 Die Generalversammlung wählt dann der Reihe nach fünf Mitglieder des Rates, von denen mindestens zwei in der Nähe von Rom wohnen Generalobere/in, und zwar nach dem von der Generalversammlung gebilligten Verfahren gemäß den Artikeln 8.2.4, 8.3.5 und 8.3.8.

9.4.4 Zur passenden Zeit ernennt der(die) Präsident(in) auf Grund der von den Mitgliedsinstituten und Klausurklöstern und/oder den nationalen franziskanischen Vereinigungen eingereichten Bewerbungen und nach beschließendem Votum des Rates, der Reihe nach den(die) Generalsekretär(in) der(die) keine General Minister ist. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des(der) Präsident(en)(in) den Ausschlag (vgl. 8.3.6 und 9.1.2).

Der(die) Generalsekretär(in) nimmt an den Sitzungen des Rates teil, aber ohne entscheidende Stimme.

9.4.5 Beim ersten Zusammentreffen wählt der so konstituierte Rat von sechs Mitgliedern im eigenen Kreis den(die) Vizepräsident(en)(in) (vgl. 8.3.5) der/die in der Nähe von Rom wohnen.

9.4.6 All diese Wahlen erfolgen in geheimer Abstimmung.

9.4.7 Die Amtsdauer der Mitglieder des Rates beträgt vier Jahre; das Mandat kann nur einmal erneuert werden.

9.4.8 Bei Rücktritt oder Tod des(der) Präsident(en)(in) tritt bis zur nächsten Generalversammlung der(die) Vizepräsident(in) an seine(ihre) Stelle. Der Rat ernennt gemäß den im Artikel 9.4.9 festgesetzten Normen ein neues Mitglied.

9.4.9 Bei Abdankung oder Tod eines Mitglieds des Rates wird es durch jenen(jene) obersten Leiter(in) ersetzt, der(die) bei der letzten Generalversammlung die höchste Stimmenzahl bekommen hat (vgl. 8.2.4).

Wenn der(die) Generalsekretär(in) oder der(die) Ökonom(in) ersetzt werden muß, ernennt der(die) Präsident(in) des Rates den(die) neue(n) Generalsekretär(in) oder Ökonom(in) nach dem beschließenden Votum desselben Rates.



Kapitel IV
| Das Sekretariat

10.1. Zusammensetzung

a) Das Sekretariat setzt sich zusammen aus dem(der) Generalsekretär(in) und Assistent(in)(en/innen).

b) Der(die) Assistent(in)(en/innen) wird (werden) vom Rat approbiert (vgl. 9.2.11).

10.2. Kompetenzen

10.2.1 Das Amt des(der)Generalsekretär(s)(in) erfordert eine Vollzeitbeschäftigung im Dienst der Ziele der IKF-TOR.

10.2.2 Der(die) Generalsekretär(in) trägt die Verantwortung für das Sekretariat und für die Auswahl der(des) Assistenz-Sekretärin (Sekretärs) (vgl.10.1.b).

10.2.3 Der(die) Generalsekretär(in) erhält sein(ihr) Mandat vom Rat und arbeitet mit dem(der) Präsident(en)(in) eng zusammen. Sein(ihr) Auftrag gilt für vier Jahre und kann nur einmal erneuert werden (vgl. 9.4.4).

10.2.2 Der(die) Generalsekretär(in) ist der(die) dauernde Geschäftsführer(in) des Rates. Es ist seine(ihre) Aufgabe, gemäß den Direktiven des Rates Initiativen zu fördern und die verschiedenen von der Konferenz gebilligten Aktivitäten planmäßig zu lenken, ausführen zu lassen und zu koordinieren. Er(sie) dirigiert und koordiniert die laufenden Angelegenheiten der Konferenz.

10.2.5 Mit Hilfe des Sekretariates leistet der(die) Generalsekretär(in)

a) Bürodienste für die Generalversammlung, den Rat und die Kommissionen und gibt

b) Informationen und Dokumentationen für die Institute und Klausurklöster und nationalen franziskanischen Vereinigungen weiter.

10.2.6 Jedes Jahr überreicht der(die) Generalsekretär(in) dem Rat einen Bericht über die Tätigkeit des Sekretariates.


Capitolo V
| Ökonomie

11.1 Der Ökonom(in) übernimmt die Verantwortung für die Finanzverwaltung der Organisation vor dem Rat, vor der Generalversammlung und vor dem italienischen Staat (vgl. 9.2.11 und 9.4.4).

11.2 Die finanziellen Mittel der Konferenz setzen sich zusammen:

a) aus einem von jedem Institut, jedem Klausurkloster und jeder beigeordneten Gruppe entrichteten Beitrag, entsprechend der Mitgliederzahl (vgl. 8.2.6),

b) aus Zuschüssen oder Schenkungen,

c) aus Zinsen für angelegte Beträge.
11.3 Die Kontrolle über die gewöhnlichen Ausgaben wird vom (von der) Präsident(en)(in), vom(von der) Vizepräsident(en)(in) und dem(der) Generalsekretär(in) ausgeübt, die der außergewöhnlichen Ausgaben vom Rat.

11.4 Der(die) Ökonom(in) ist verpflichtet, dem Rat einen jährlichen Bericht über die finanzielle Situation vorzulegen (vgl. 9.2.13). Bei jeder ordentlichen Generalversammlung soll er(sie) einen vom Rat gebilligten Bericht vorlegen, der die Zeit seit der letzten Generalversammlung umfaßt. Für die ausgelaufene Geschäftszeit wird ihm(ihr) vom Rat und von der Generalversammlung Entlastung erteilt.

11.5 Der Rat bestimmt die Personen, die das Recht haben, Schecks zu unterschreiben. Wenigstens der(die) Generalsekretär(in), der(die) Ökonom(in) und ein Ratsmitglied sollen diese Autorität haben.



Kapitel VI
| Allgemeine Angelegenheiten

12. Änderung der Statuten

Die Statuten können nur von der Generalversammlung verändert werden, die durch Abstimmung mit qualifizierter Stimmenmehrheit (2/3) entscheiden muß. Die vorgeschlagenen Änderungen sollen nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn sie allen Instituten und Klausurklöstern, die Mitglieder sind, wenigsten sechs Monate vor Eröffnung der Generalversammlung mitgeteilt wurden (vgl. 4.1 und 8.1.1).


13. Auflösung

Der Beschluß, die Organisation aufzulösen, kann nur von einer ordentlichen oder außerordentlichen Generalversammlung gefaßt werden, die durch Abstimmung mit qualifizierter Stimmenmehrheit (2/3) entscheiden muß (vgl. 8.2.9). Die sich auflösende Generalversammlung entscheidet über die Verwendung der Güter und ernennt eine besondere mit der Liquidation beauftragte Kommission.


14. Ergänzende Statuten

Zusätzlich zu den Statuten soll die IFK-TOR einen Zusatzkodex erhalten. Er soll die innere Organisation betreffende Arbeitsmethode, Bestimmungen und Planungen erarbeiten und klar formulieren.

Die Redaktion dieses Ergänzungskodex soll dem Rat übertragen werden. Er kann später revidiert werden. Alles in diesem Kodex muß mit den Statuten in Übereinstimmung stehen.


15. Besondere Fälle

In allen durch die Statuten nicht geregelten Angelegenheiten kann die Generalversammlung Entscheidungen treffen. In Dringlichkeitsfällen hat der Rat zwischen zwei Zusammenkünften der Generalversammlung bis zur nächsten Generalversammlung diese Entscheidungsvollmacht.




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